Holzland Klatt

Parkett oder Laminat? Ein Ratgeber zu den Unterschieden

Sowohl Parkett- als auch Laminatböden gehören zum Standardrepertoire in deutschen Haushalten. Und doch lohnt es sich trotz des hohen Bekanntheitsgrades, tiefer zu gehen und sich diese Bodenbeläge einmal näher anzuschauen – vor allem dann, wenn Sie sich die Frage danach stellen, welchen Boden Sie bei sich neu verlegen möchten. Die Frage „Parkett oder Laminat?“ gehört immer noch zu den Klassikern bei Einrichtungsliebhaber, ob in Lübeck, Rostock oder Hamburg!

Dies sind unsere Themen:

  • Parkett und Laminat im Vergleich
  • Die Vorteile von Parkett 
  • Die Vorteile von Laminat
  • Preisunterschiede bei Parkett und Laminat 
  • Wissenswertes rund um die Verlegung: schwimmend oder vollflächig verklebt?
  • Welcher Boden ist für Sie der Richtige? Tipps zum Kauf.

Parkett und Laminat im Vergleich

Ein moderner Laminatboden besitzt heutzutage derart authentische Holzdekore, dass so mancher überrascht ist, dass es sich hier um eine künstliche Oberfläche handelt (ein bedrucktes Dekorpapier, versiegelt mit Melaminharz.) Dies war in den Anfangstagen des Laminats noch anders, bei denen das Dekor so real wirkte wie eine Fototapete. Doch dank moderner Oberflächentechnologien besitzt Laminat sogar die Haptik eines echten Holzbodens. (Neben Holzdekoren ist prinzipiell jedes andere „druckbare“ Motiv möglich). Laminat ist grundsätzlich in drei Schichten aufgebaut. Neben der bereits behandelten Deck- oder Laufschicht gibt es noch eine Mittellage aus hochverdichteten Faserplatten (HDF), ferner als dritte Schicht ein Gegenzugpapier.

Ein Parkettboden zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens die Oberfläche aus echtem Holz besteht. Eine zusammenhängende, dünne Holzschicht („Furnier“) bildet die Deckschicht. Die Größe der Dielen bzw. Stäbe bestimmt die Optik, vom lebhaften 3-Stab-Schiffsboden mit vielen kleinen Stäben bis zur erhabenen Landhausdiele mit großen Einzel-Holzflächen, welche den Charakter einer Holzart besonders spannend zur Geltung bringen: perfekt für große Säle und repräsentative Räume! Das sogenannte Fertigparkett ist ähnlich wie Laminat dreischichtig aufgebaut. Unter der Furnier-Oberfläche befindet sich meist eine Stäbchen-Mittellage aus günstigen Nutzhölzern wie Fichte oder Pappel, den Abschluss bildet als dritte Schicht der Gegenzug, welcher einem Verziehen der Dielen entgegenwirkt. Fertigparkett lässt sich wie Laminat per Nut und Feder ineinander verklicken und schnell verlegen. Darüber hinaus gibt es noch andere Parkett-Arten wie Zweischicht-Parkett, welches sich durch seine niedrige Aufbauhöhe und einen guten Wärmedurchlass besonders eignet für Fußbodenheizungen. Mit Massivparkett bzw. Stabparkett lassen sich einzelne Parkettstäbe zu kunstvollen Mustern verkleben, wie man es von früher kennt (klassisch sind Fischgrät- und Mosaikparkett). Besondere Arten sind noch z.B. das Hochkantlamellenparkett bzw. „Industrieparkett“, welches sich durch besondere Robustheit auszeichnet – perfekt z.B. für die Schulaula. Das edle Furnier von Parkett wird geschützt mit Wachs, Lack oder Öl. 

Die Vorteile von Parkett 

Vielleicht kann man hier nicht im engeren Sinne von einem „Vorteil“ reden, aber für die Freunde des Natürlichen und Authentischen stellt es einen Wert an sich dar, auf ein Naturmaterial zu setzen – da spielt es dann keine Rolle, ob ein Laminatboden exakt gleich aussieht. Keine Frage: Echtes Holz hat einfach seinen ganz besonderen Charme, es wirkt zugleich edel und behaglich. Die individuellen Besonderheiten der einzelnen Holzarten in Farbe und Maserung sind einfach faszinierend. Jeder Parkettboden ist ein Unikat! Und gerade, wer auf lange Sicht plant, erhält mit Parkett einen Boden, der mit den Jahren immer mehr an Charakter gewinnt. Die typischen Abnutzungserscheinungen machen Parkett im Gegensatz zu anderen Bodenbelägen nur attraktiver – dies geht sogar so weit, dass man „künstlich gealterte“ Parkettböden kauft, die ab Werk auf alt getrimmt werden. Angenehm ist die Wärme eines Parkettbodens, Laminat fühlt sich wesentlich kühler an. Auch der Raumschall ist angenehmer im Vergleich. Darüber hinaus lässt sich ein Parkettboden sehr gut reinigen und aufbereiten – zur Not können Sie ihn einfach abschleifen und wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Die Vorteile von Laminat

Für viele unserer Kunden ist Laminat einfach der „Rundum-Sorglos-Boden“. Sieht toll aus, lässt sich einfach verlegen, hält etwas aus, und die Pflege ist kinderleicht. Und das noch zu einem vergleichsweise günstigen Preis … Die große Fülle an verschiedenen Dekoren erlaubt auch, z.B. Holzdekore in das Eigenheim zu bringen, welche als Parkett schlicht unbezahlbar wären. Doch auch Fantasiedekore bis hin zu Pop-Art-Motiven sind möglich! Auch, wer heutzutage gerne mal seinen Boden bzw. Einrichtungsstil wechselt, macht dies mit dem günstigen und schnell verlegten Laminat eher als mit einem edlen Parkettboden. Robustere Ausführungen sind auch für den geringer beanspruchten Gewerbebereich erhältlich, allerdings empfehlen wir hierfür eher die Verwendung von Vinylböden

Preisunterschiede bei Parkett und Laminat 

Den Preiseinstieg bilden die günstigsten Laminatausführungen, edle Parkettböden bilden das obere Ende der Preisskala – so weit, so bekannt. Doch zwischen diesen Polen gibt es durchaus Vermischungen, derart, dass z.B. ein hochwertiger Laminatboden deutlich mehr kosten kann als eine günstige Parkett-Variante! Robustes, langlebiges Laminat mit exquisiten authentischen Dekoren besitzt zurecht seinen Preis, und Markenqualität ist dort deutlich sichtbar. Auf der anderen Seite kann je nach Holzart und „Sortierung“ (wie makellos sind die Holzoberflächen?) ein Parkettboden schon erstaunlich günstig sein! 

Wissenswertes rund um die Verlegung: schwimmend oder vollflächig verklebt?

Zwar wird die Möglichkeit der schwimmenden Verlegung gerne als großer Vorteil von Fertigparkett und Laminat angeführt, aber die vollflächige Verklebung besitzt durchaus Vorteile, die Sie bedenken sollten bei Ihrer Planung! Klar – der anfängliche Aufwand ist größer, doch dafür liegt der Boden besser auf und wirkt auch ebener. Dadurch wird die Fugenbildung reduziert, der Raumschall ist angenehmer, und auch eine Fußbodenheizung kann deutlich effizienter arbeiten. Natürlich wird der Austausch des Bodenbelags erschwert durch die Verklebung – wer allerdings einen edlen Parkettboden „für die Ewigkeit“ verlegen möchte, den sollte dies nicht schrecken. 

Welcher Boden ist für Sie der Richtige? Tipps zum Kauf.

Zugegebenermaßen stellt sich die Frage „Parkett oder Laminat?“ nur dann, wenn man nicht eh schon festgelegt ist, auf einen Naturboden wie Parkett zu setzen. Bei einer rationalen Abwägung gibt es für beide Bodenbeläge gute Argumente. Zu einem Einrichtungsstil mit vielen hochwertigen Materialien, antiken Möbeln etc. ist ein edler Parkettboden sicherlich der passende Gegenpart, wird gewissermaßen zum eigenen Möbelstück mit seiner ganz besonderen Wirkung. Parkett passt zu sehr unterschiedlichen Wohnstilen und verbreitet stets Behaglichkeit. Auch die Investition ist nicht wirklich verloren, da der Wert der Immobilie nachhaltig gesteigert wird.

Laminat ist sicherlich eine gute Wahl, wenn der Boden stark beansprucht wird – sei es als junge (Groß-)Familie, sei es, dass man gerne und viel Besuch hat, der auch mal die Schuhe anbehält. Ein robuster Laminatboden hält das alles aus und lässt sich nach der Party etc. leicht wieder reinigen. Auch, wenn man ganz bestimmte Vorstellungen vom Dekor hat, bieten sich mit Laminat eventuell die größeren Möglichkeiten. Im Gegensatz zu Parkett zahlt man nicht mehr Geld für eine exquisite Holzart! Gleichzeitig sind die Holzdekore von hochwertigen Laminatböden so lebensecht, dass selbst der Kenner kaum noch den Unterschied bemerkt. Doch schlussendlich sollten Sie selber einmal die verschiedenen Parkett- und Laminatböden in Augenschein nehmen. So haben wir in unseren Bodenausstellungen große Musterflächen verlegt, damit Sie mit allen Sinnen selber den großen Vergleichstest machen können zu „Parkett oder Laminat?“ 


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