Wer sich heute für einen neuen Bodenbelag entscheidet, greift immer häufiger zu Vinyl. Besonders Klick Vinyl mit integrierter Trittschalldämmung erfreut sich wachsender Beliebtheit. Diese "All-in-One"-Lösungen versprechen eine schnelle Verlegung und hohen Komfort. Doch ist die integrierte Dämmung immer die beste Wahl, und wann wird zusätzlich eine Trittschalldämmung mit Dampfsperre benötigt?
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Vinylböden erhalten Sie in unterschiedlichen Aufbau-Varianten. Im Folgenden fokussieren wir uns auf mehrschichtiges Vinyl zum Verklicken – entweder auf einer klassischen HDF-Holzfaser-Trägerplatte oder das neuartige Rigid Vinyl mit SPC Träger.
Übrigens: Alle folgenden Überlegungen sind gleichermaßen für „Design-Böden“ ohne PVC und Weichmacher gültig. HolzLand Klatt wünscht Ihnen eine informative und unterhaltsame Lektüre!
Bei einem Vinylboden mit integrierter Trittschalldämmung ist die dämmende Unterlage bereits werksseitig auf der Rückseite der Planke aufkaschiert. Das bedeutet, Sie kaufen ein Kombiprodukt, das Bodenbelag und Unterlage in einem Element vereint. Dies betrifft häufig:
Die Entscheidung für einen Vinylboden mit Dämmung direkt an der Planke bietet mehrere praktische Vorzüge:
Ein sehr häufiges Missverständnis betrifft den Feuchtigkeitsschutz. Viele Laien nehmen an, dass bei einem Klick Vinyl mit integrierter Trittschalldämmung keine weitere Folie mehr nötig ist. Das ist auf mineralischen Untergründen oft ein Trugschluss.
Wenn Sie den Boden auf einem mineralischen Untergrund (z. B. Zementestrich, Anhydritestrich oder Beton) verlegen, müssen Sie zwingend prüfen, ob eine Trittschalldämmung mit Dampfsperre erforderlich ist. Mineralische Untergründe können Restfeuchte enthalten oder Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen und wieder abgeben.
Wichtig: Auf Holzuntergründen (z. B. alte Dielen, OSB-Platten) darf keine Dampfsperre verwendet werden, da das Holz darunter atmen muss, um nicht zu faulen.
Ist eine Trittschalldämmung Vinyl als separates Produkt vielleicht doch besser? Hier lohnt sich ein genauerer Blick auf die Unterschiede.
Während integrierte Dämmungen solide Ergebnisse liefern, können separate High-End-Unterlagen (z. B. PUM-Schwermatten aus Polyurethan mit Mineralien) oft noch bessere Schallreduktionswerte erzielen, insbesondere beim Gehschall. Wenn maximale Ruhe gewünscht ist, kann Vinyl mit Trittschalldämmung als separates System überlegen sein.
Grundsätzlich sind Vinylböden gut für Fußbodenheizungen geeignet. Der Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Aufbaus (Boden + Unterlage) darf 0,15 m²K/W nicht überschreiten.
Ein Vinylboden mit integrierter Trittschalldämmung darf niemals auf eine zusätzliche weiche Dämmunterlage gelegt werden. Warnung: Das Verlegen von "doppeltem" Trittschall (integriert + extra Matte) führt dazu, dass der Untergrund zu weich wird. Dies kann bei Belastung zum Bruch der empfindlichen Klick-Verbindungen führen und die Garantie erlöschen lassen.
Egal für welche Variante Sie sich entscheiden: Achten Sie stets auf die Herstellerangaben bezüglich der Untergrundvorbereitung, um lange Freude an Ihrem neuen Boden zu haben.
Erstellt: 01/2026