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Parkett verlegen: schwimmend oder verklebt?

Wer Parkett verlegen möchte, steht vor einer zentralen Grundsatzfrage: Soll das Parkett schwimmend verlegt oder vollflächig verklebt werden? Beide Verlegearten haben ihre Berechtigung, unterscheiden sich jedoch deutlich in Aufwand, Komfort und langfristigen Eigenschaften. Unser Ratgeber gibt Ihnen eine kompakte Entscheidungshilfe.

Parkett verklebt – dauerhaft, ruhig und hochwertig

Bei der vollflächigen Verklebung wird das Parkett mit einem speziellen, elastischen Parkettkleber fest mit dem Untergrund verbunden. Der Untergrund muss hierfür eben, sauber, fest und dauerhaft trocken sein.

Vorteile klebende Verlegung

Ein verklebtes Parkett liegt besonders ruhig. Der Gehschall (Geräusche im Raum selbst) wird durch die feste Verbindung minimiert – der typische „Hohlklang“ entfällt. Da der Kleber die natürliche Ausdehnung des Holzes gleichmäßig begrenzt, wird zudem die sichtbare Fugenbildung reduziert. 

Gerade beim Thema „Parkett verkleben oder schwimmend verlegen + Fußbodenheizung“ bietet die Verklebung klare Vorteile: 

  • Die Wärme wird ohne isolierende Luftschicht direkt in den Raum übertragen, was die Effizienz der Heizung verbessert.
  • Auch große, zusammenhängende Flächen lassen sich ohne Übergangsprofile realisieren.

Nachteile klebende Verlegung

Die vollflächige Verklebung ist aufwändiger und kostenintensiver. Sowohl Material- als auch Arbeitskosten liegen höher, und die Ausführung sollte idealerweise durch Fachpersonal erfolgen. Ein späterer Rückbau ist nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Schwimmende Verlegung – flexibel und kostengünstig

Bei der schwimmenden Verlegung werden die Parkettdielen per Klicksystem miteinander verbunden und liegen lose auf einer geeigneten Unterlagsbahn.

Vorteile schwimmende Verlegung

  • Die schwimmende Verlegung ist vergleichsweise schnell und sauber umzusetzen und eignet sich gut für Renovierungen.
  • Die Kosten sind geringer, da kein Parkettkleber benötigt wird und ein professioneller Bodenleger eingespart werden kann durch den ambitionierten Heimwerker.
  • Der Boden ist sofort begehbar und kann bei Bedarf wieder entfernt werden – ein klarer Pluspunkt in Mietobjekten.

Nachteile schwimmende Verlegung

  • Die Akustik ist bauartbedingt schwächer: Ohne feste Verbindung entsteht ein Resonanzraum, der Gehschall lauter wirken lässt (Trommeleffekt).
  • Zudem wirkt der Luftspalt als Wärmedämmung, weshalb Parkett schwimmend oder verkleben insbesondere bei Fußbodenheizung sorgfältig abgewogen werden sollte.
  • Auch die Fugenbildung ist wahrscheinlicher, da die gesamte Fläche bei Klimaschwankungen „am Stück“ arbeitet.

Fazit: Parkett schwimmend oder verklebt?

Welche Verlegeart die richtige ist, hängt von Ihren Anforderungen ab. 

  • Für Neubauten, Fußbodenheizungen und eine langfristige, hochwertige Lösung empfiehlt sich in der Regel Parkett verklebt.
  • Für kostenbewusste Projekte oder flexible Nutzungskonzepte kann die schwimmende Verlegung eine sinnvolle Alternative sein.

Ihre HolzLand Klatt Fachberater unterstützen Sie gerne bei der Auswahl des passenden Parketts und der optimalen Verlegeart – abgestimmt auf Raum, Untergrund und Nutzung.

Erstellt: 01/2026