Holzland Klatt

Design- und Vinylböden: ein Ratgeber zu Gemeinsamkeiten, Vorteilen und Unterschieden

Schon seit geraumer Weile erfreuen sich Vinylböden einer großen Popularität und machen andere Bodenbelägen wie z.B. Laminat gehörig Konkurrenz. Interessanterweise herrscht trotz der großen Beliebtheit auch ein wenig Verwirrung bei vielen Kunden, was denn nun genau ein Vinylboden ist. Unterscheidet sich dieser von Designböden und Design-Vinylböden? Wie ist das Verwandtschaftsverhältnis zum altbekannten PVC-Boden? In unserem Ratgeberartikel geben wir Ihnen Informationen an die Hand, mit denen Sie beim Thema Design- und Vinylböden den Durchblick behalten!

Die Themen im Überblick

  • Begriffsklärung und Abgrenzung von Vinyl-, Design- und PVC-Böden
  • Welche Vorteile haben die einzelnen Böden?
  • Exkurs zu Nutzungsklassen
  • Infos zur Wohngesundheit von Design- und Vinylböden

Begriffsklärung und Abgrenzung von Vinyl-, Design- und PVC-Böden

Der Begriff „Vinyl“ ist der mittlere Bestandteil von Polyvinylchlorid – ein Kunststoff, der abgekürzt wird mit PVC. Ja, ganz genau, wie in den gleichnamigen PVC-Böden. Sind Vinylböden also einfach nur PVC-Böden mit neuem Namen, um ein altes Produkt neu zu vermarkten? Sicherlich liegt die Umfirmierung auch im angestaubten Image der früheren PVC-Böden. Moderne Vinylböden haben optisch mit diesen kaum noch etwas gemein, und auch beim Thema „potenziell schädliche Inhaltsstoffe“ hat sich vieles getan – dazu später noch mehr. Doch noch einmal zurück zur Bestimmung und Abgrenzung der verschiedenen Bezeichnungen. Während Vinyl und Design-Vinyl dasselbe bezeichnen, kann sich hinter dem Begriff „Designboden“ ein anderes, ähnliches Produkt verbergen (muss aber nicht!). Entweder, wir haben hier abermals den Fall einer Umbenennung, oder es handelt sich beim Designboden um einen Bodenbelag komplett ohne Vinyl bzw. PVC. Stattdessen kommt hier eine Dekorschicht aus hundertprozentig wohngesundem Kunststoff wie PET zum Einsatz, welches man von den gleichnamigen Mehrwegflaschen kennt. Wenn Sie einen Bodenbelag ohne PVC kaufen möchten, sollten Sie bei den Spezifikationen des Design-Bodens genau schauen, ob es sich wirklich um den gewünschten Boden handelt!

Welche Vorteile haben die einzelnen Böden?

Sowohl beim Innenausbau als auch im Gartenbereich liegen Produkte, die pflegeleicht, optisch ansprechend und robust sind, anhaltend im Trend. Design- und Vinylböden passen perfekt zu dieser Entwicklung. Dank der stetigen Weiterentwicklung bieten moderne Vinylböden extrem authentische Dekore, welche z.B. von Echtholz so gut wie gar nicht unterscheidbar sind. Gleichzeitig ist ein Vinylboden – und gleichermaßen der Design-Boden – äußerst robust und unempfindlich. Im Vergleich mit Laminat ist ein Vinylboden weicher und elastischer, mit einer besseren Dämpfung des Raum- und Trittschalls. Das dreischichtig aufgebaute Fertig-Vinyl lässt sich wie Fertigparkett und Laminat einfach und schnell verlegen. Ebenso einfach verlegen lässt sich Massivvinyl aus Platten mit ca. 4-5 mm Stärke, welches sich perfekt für Feuchträume eignet. Darüber hinaus gibt es noch Vinyl auf Klebesheets, welche sich dank niedriger Aufbauhöhe sehr gut als Renovierungsboden eignen. 

Exkurs zu Nutzungsklassen

Bodenbeläge wie Laminat und Vinyl, aber auch Designböden, werden bezüglich ihrer Robustheit in sogenannte Nutzungsklassen („NK“) eingeteilt (bei Naturböden wie Parkett und Massivholzdielen ist dies nicht der Fall). Grundsätzlich gilt, dass eine höhere NK einer höheren Robustheit entspricht. Für die Praxis relevant im Privatbereich sind die Zahlen im Dreißigerbereich, von NK 31 (für wenig beanspruchte Räume wie das Schlafzimmer) bis NK 34 (stark beanspruchte Bereiche und/oder bei einer großen Familie). NK 33 und 34 können sogar in weniger frequentierten Gewerbebereichen wie z.B. einer Edel-Boutique zum Einsatz kommen. Nutzungsklassen im 40er-Bereich bieten noch höhere Robustheit und sind sowohl in stärker frequentierten Gewerbebereichen als auch in industriell genutzten Bereichen verwendbar. Die Robustheit des Bodenbelags hängt dabei in großem Maße von der Dicke der Vinyl-Nutzschicht ab. 0,3 Millimeter entsprechen in etwa der NK 31, bei 0,55 mm sind es die Klassen 33 oder sogar 41! Unsere Bodenberater empfehlen Ihnen gerne die geeignete Nutzungsklasse für die individuellen Bedingungen bei Ihnen vor Ort. Sicherlich ist es nicht verkehrt, im Zweifelsfall beim Vinyl- oder Designboden zur höheren Nutzungsklasse zu greifen.

Infos zur Wohngesundheit von Design- und Vinylböden

Heutzutage spielt das Thema „Wohngesundheit“ bei vielen unserer Kunden eine große Rolle. Tatsächlich enthielten früher PVC-Böden schädliche Weichmacher (Phthalate). Mittlerweile unterliegen Bodenbeläge strengen EU-Vorschriften, welche die Verwendung von gesundheitsschädlichen Weichmachern und anderen bedenklichen Substanzen verbieten. Es sind sogar die gleichen Anforderungen wie für PVC-Produkte, welche im medizinischen Bereich verwendet werden! Wer sich dennoch zu dem Thema keine weiteren Gedanken machen möchte, kann natürlich einfach zum Designboden greifen, der 100 % PVC-frei ist und ansonsten die gleichen Produktvorteile bietet wie ein Vinylboden. 

Wir hoffen, wir konnten viele Ihrer Fragen rund um Design- und Vinylböden beantworten! Falls Sie noch Fragen haben sollten zu diesen und anderen Bodenbelägen, freuen wir uns natürlich auf einen Besuch bei uns in Lübeck, Rostock oder Hamburg. Unsere Bodenberater helfen Ihnen gerne weiter!


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